Montag, 7. Oktober 2013

fünf

Kaum geschlafen, zu viele Gedanken im Kopf.
Spanisch Test zurück, 5.
Mathe verstehe ich ja sowieso nicht.
Bio kapiere ich auch nicht.
Die Lehrer sind komplett unkompetent und mist.
Wegen dir raste ich auch wieder aus. Unfähiger scheiß Kerl.
Sitze hier und weine Wasserfälle aus den Augen.
Ich kann nicht mehr. 
Keiner ist für mich da. Keiner Hilft mir.
Aber ich brauche doch Hilfe.
Will das Messer nehmen und mich schneiden,
 weiß aber das es nicht gut ist und lasse es deshalb.


Sonntag, 6. Oktober 2013

sterben auf Raten

Ich weiß nicht, wie ich das alles aushalte, 
ohne mir in die Haut zu schneiden.
Ohne mir meinen Arm abhacken zu wollen, 
ohne mir die Pulsadern aufschneiden zu wollen.

Die Story ist bekannt.
Du tötest mich, Boy.

Gestern war ich so weit.
Whatsapp-Nummer geändert.
Was machst du?
Facebook.
Nicht das ich es nicht gut gefunden hätte.
Eigentlich war es einfach ein Test.
Du hast ihn bestanden.
Ich wundere mich selbst darüber.

Starre nur noch an Wände,
an mir geht alles vorbei.
Musik nur Hintergrundgeräusch. 
Da geht nur diese eine Frage in meinen Kopf hin und her
"Wir, oder du und ich?"

Ich fühle mich wie ein Goldfisch der aus dem Glas geschmissen wurden.
Zapple vor mich hin, ringe nach Luft, versuche zu überleben.
Bin am kämpfen. Tot oder Leben?
 Tot, Leben, Tot, Leben, Tot, Leben.
Ungefähr so ist auch der wechsel. 
Du strengst dich an, ich lobe dich.
Sobald ich dich lobe hörst du aber auf damit.

Junge, was ist da los.




Samstag, 5. Oktober 2013

entscheidung

Langsam wird es ernst.
Wir diskutieren, mal wieder.
 Ich weine, mal wieder - wie jedes mal wenn wir diskutieren,
 oder irgendetwas anderes ist, das mit dir zu tun hat.

Unsere Diskussionen werden tiefgründiger. 
Inzwischen geht es nurnoch um ein Ja, oder ein Nein.
Ja, wir versuchen es noch einmal,
Nein, wir versuchen es nicht nochmal, und du verschwindest aus meinem Leben.

Ich versuche alles, um dir ein "Ja" raus zu locken.
Ich kann nicht ohne dich. Du bist wie die Luft zum Atmen.
 Ohne dich sterbe ich, ich bin herzlos ohne dich.
Kalt und herzlos.

Ich versuche mir Dinge aufzuschreiben, die wichtig in einer Beziehung sind.
Vertrauen, 
Freiraum
Zeit füreinander
Versprechen einhalten
Verständnis
Aktzeptans
Zusammen in eine Richtung blicken
Treue
Ehrlichkeit
Tage ausmachen, an denen man Zeit für sich hat
Zuwendung
Daten ausmachen, an denen man sich sieht
Respekt
Geduld
Verzeihen
Liebe.
steht auf meinem Zettel.
Wenn ich noch eine Chance bekomme, werde ich versuchen alles einzuhalten.
Auch wenn es schwer ist.
Ich hoffe du hilfst mir dabei.

Man muss das beste aus seiner Situation machen. 
Das beste aus den Dingen, die man zur Verfügung hat.
Anders geht es nicht.


Donnerstag, 3. Oktober 2013

weich geklopft

Eigentlich finde ich dich blöd, und ich rege mich viel zu oft über dich auf.
Ich weiß was für ein Mist-Kerl du bist.
Ich weiß auch das unsere Zukunft in andere Richtungen geht.
Mir schallen Worte von dir nach, wieder Versprechen die du nicht ein hältst. 
Aber es ist mir irgendwie egal.
Langsam kann ich aktzeptieren, das du dort dein eigenes Leben hast.
Es ist okey.
Ich habe hier auch meins.
Du, dein vollausgefülltes, total verplantes Leben.
Ich, mein unausgefülltes, total langweiliges, beschissenes Leben.
Du bist immer unterwegs. Musst etwas tun.
Ich sitze immer nur zuhause und denke nach. 

Aber das ist ok.
Ich kann nicht immer sauer auf dich sein, nur weil du dein Leben lebst.
Klar ist es egoistisch und scheiße.
Aber so bist du nun mal.

Wahrscheinlich ist es falsch, weiter an dir zu hängen.
Vor allem wenn du selbst sagst,
du hast keine Zeit für eine Beziehung.

Aber ich sitze nun mal 500 Kilometer von dir Weg.
Ich kann nicht erwarten das du für mich aufhörst dein ganzes Leben zu leben.
Nur weil ich so dumm bin und das tue, musst du das ja noch lange nicht..


Dienstag, 1. Oktober 2013

from personal to math problems.

ich krieche aus meinem Bett, habe keine Lust.
Stelle mich unter die Dusche, denke nach.
Wieder nur du in meinen Gedanken.
Mache mich fertig, begebe mich auf den Schulweg.
Du erzählst das du Klausuren schreibst, also nur Zeit für lernen hast.
und das ihr auf Studienfahrt geht, also keine Zeit für mich hast.
Und schon kommen mir die Tränen.
Alles was ich zu hören bekomme, ist das du keine Zeit hast.
Immer. Jeden Tag.
Hörst auf einmal wieder auf zu schreiben, ohne ein Wort zu sagen.
Wut. Tränen.
Da ich eine neue Handynummer habe, die du noch nicht hast, 
bin ich am überlegen ob ich diese nun in Whatsapp übernehme.
Dich dann aus Facebook löschen und
dich einfach aus meinem Leben radieren.

Ich will.
aber ich kann nicht.

Montag, 30. September 2013

dreck unter den Nägeln



"ich trag' meine Vergangenheit mit mir rum wie Dreck unter den Nägeln 
und mein Tagebuch widert mich an,
Ich zerreis' alle Seiten und versuch zu vergessen, das ich dich nicht vergessen kann."
- Jennifer Rostock

wieder einmal liege ich im Bett, 
weinend.
wobei weinen noch untertrieben ist.
Schreie leise in mein Kissen
"ich hasse dich, ich hasse dich, ich hasse dich"
Mir läuft die Nase,
die Augen brennen weil dort so viele Tränen hinaus wollen,
aber meine Augen weinen zu langsam für meine Gefühle.

Wieder diskutieren wir, wieder schreie ich dich an,
könnte kotzen vor Wut,
"Irgendwann bin ich einfach weg, das verspreche ich dir!"
Mache dir Vorwürfe,
finde es absurd das du 9 Stunden nur am lernen bist
Finde es asozial von dir, mir ins Gesicht zu lügen du würdest mich lieben,
wenn du keine Sekunde an mich denkst.
Raste aus,
beruhige mich.
lass mich wieder an der Nase herum führen,

Ich will gehen, aber irgendwas hält mich doch bei dir.
Ich weiß nicht was.

Sonntag, 29. September 2013

boring

Heute ist ausnahmsweise mal ein stink-normaler Sonntag.
Ich sitze am Laptop, starre auf den Bildschirm. Meine Finger tippen fast von alleine.
Vor mir liegt mein Schulordner,
 ich versuche mich darauf zu konzentrieren die Hausaufgaben zu vollenden.
Leider scheitere ich, und mir kommen tausend, nein. 
Millionen Dinge in den Kopf, die doch viel interessanter wären als Hausaufgaben machen.
Leute Stalken, Aufräumen, mit dem neuen Handy spielen, Facebook, Blogger, ...

Im Endeffekt muss ich aber doch die Hausaufgaben machen, ob ich will oder nicht.
meeh.


Samstag, 28. September 2013

memories never die.

Mit lauter Sirene fährt ein Krankenwagen an mir vorbei.
Der Ton der Sirene geht mir tief unter die Haut, 
bis unter die Knochen. 
Sogar bis in jede einzelne Zelle meines Körpers.
 Alles erstarrt für einen Moment. Ich bekomme keine Luft.
Als würden 10kg auf meiner Brust liegen. 
Ich atme schwer.
Aus Reflex schaue ich ruckartig zurück. 
"Bitte fahr nicht nach Links. Bitte fahr nicht nach Links" hämmert es in meinem Kopf. 
Er fährt nicht links. 
Erleichterung trotzdem fehl am Platz.

Flashback

Ich weiß nicht mehr wieso, aber ich ging ins Wohnzimmer. 
Manchmal laufe ich einfach irgendwo hin und weiß nicht warum.
Mein Blick fällt auf einen Mann, der wie ein Häufchen Elend am Tisch sitzt.
Seine Hand gefüllt mit Tabletten, die er langsam zum Mund führt. 
"WAS SOLL DIE SCHEIßE?" schreie ich.
Ich renne zum Telefon, 110
Plötzlich höre ich eine andere Stimme, nicht die des Mannes.
"ICH KANN DAS GENAU SO" sie greift zum Messer, 
und setzt es scheinbar an ihrer Pulsader an.
Ich sehe nichts, höre nur. 
Bin nicht im selben Raum.
 Schildere dem Mann am Telefon vollkommen ruhig die Situation. 
"Oh, ich glaube meine ganze Familie bringt sich um. Vielleicht sollten sie sich beeilen." sage ich nun in einem lockeren, und trotzdem minimal hysterischen Ton.
Ich lege auf, und verschwinde nach draußen.
Sirenen.
Krankenwagen.
Krankenhaus.
Psychiatrie.
Bin nun allein.

-2 Tage zuvor-

Ich komme von der Schule. Es war ein guter Tag.
Freue mich das meine Nachbarin auf mich zu kommt. Grinse sie an, voller Freude auf eine nette Begrüßung. 
Kein lächeln kommt zurück, sie geht auf mich zu mit ernster Mienen, gemischt von Verzweiflung, Ratlosigkeit und dem Wunsch das was nun kommt, nicht sagen müssen.
Krankenhaus. Mord-Versuch, meine Mutter.
Entlassung nach Hause.

-wiederum einige Monate zuvor.-

Ich komme Heim. Keiner Zuhause, recht ungewöhnlich für diese Zeit.
Eine andere Nachbarin kommt zu mir runter, und erzählt.
Meine Mutter, Messer, Papa erstechen, schockzustand, beide verwirrt. Papa, Psychiatrie.
Ich breche in tränen aus, rufe meinen Freund an, kann mich nicht beruhigen.
Leere überkommt mich. Angst, Ungewissheit.

Diagnose: (katatone) Schizophrenie.


Donnerstag, 26. September 2013

i am your sorrow

Wieder die selben Gedanken. Inzwischen müsste bekannt sein, das sich meine Gedanken um nichts mehr anderes drehen.
Er, immer - nur - er.
Wie ein Fluch der auf mir lastet, ein Todesfluch.
Mein Kopf tut weh, meine Arme und Beine krampfen, weil ich mir zu sehr den Kopf zerbreche.
Wieder habe ich dich nur angeschrien, wieder mache ich dir nur Vorwürfe.
Du gibst dir viel Mühe, und ich raste wegen jedem kleinen Ding aus.
"Am besten du schreibst mir einfach gar nicht mehr!"
schreibe ich aus Wut, weil du wieder einfach weg warst.
Ohne ein Wort zu sagen.
Mich kann man nicht leicht auf die Palme bringen, 
aber genau das ist mein wunder Punkt.
Ignoranz von Menschen die einem wichtig sind.
Es tötet mich jedes mal.

"Ich glaube du bist sowieso genau so wenig verliebt wie ich es bin."
"Ich bin's. Zumindest wenn du mich nicht anmotzt"

Wie kann jemand verliebt sein, wenn er einfach immer geht. 
Immer irgendwie anders beschäftigung findet
Ohne ein Wort zu sagen.
Dich warten lässt, Stundenlang. 
Als wäre er nie da gewesen!
Er berührt deine Seele,
und verschwindet schneller wieder als man "Chilli Con Carne" sagen kann.
Ich ertrage es nicht.


Mittwoch, 25. September 2013

sturm.

"sie mögen mich doch sowieso alle nicht"
denke ich mir, als ich wieder in den großen Raum gehe, und mich setze.
Eine mittelgroße Frau mit rötlichen Haaren beginnt zu erklären.
Man versteht sie nicht sonderlich gut,
weshalb es schwer ist ihr zu folgen.
Alle geben sich mühe, aber keiner bekommt es auf die Reihe.

Diesmal bleiben meine Gedanken voll und ganz bei dem, was die Frau sagt.
Keine Gedanken lenken mich ab.
Alles friedlich, alles ruhig.
Ich stelle mir es in meinem Kopf vor, 
als wäre dort eine große grüne Wiese,
etwas im Hintergrund befinden sich einige Weizenfelder.
Das grün der Wiese ist geschmückt von langen Gräsern.
Auch das Gras ist lang.
Der Himmel ist strahlend blau und keine einzige Wolke ist am Himmel zu sehen.
Nur Wind geht.
Schöner, erfrischender, sanfter Wind.
Gerade so stark, das die Spitzen der Gräser leicht mit wippen.
So sollte es für immer bleiben.

Schlagartig ändert sich die Situation,
Wolken ziehen auf,
ein Gewitter bildet sich.

Krieg in meinem Kopf.